|
Wichtige Entscheidungen wollte der
Gemeinderat im Jahr 2011 treffen. Bei einigen Projekten kamen wir allerdings
nur langsam voran, während andere - aus den verschiedensten Gründen -
überhaupt nicht verwirklicht wurden.
Hier sei an erster Stelle das Baugebiet am Kellerberg erwähnt. Während von
der Mehrheit des Gemeinderates im südlichen Bereich Wohnbebauung und an der
B 10 Gewerbe angedacht wurde, kam aus den Reihen der Grundstücksbesitzer die
Forderung nach Wohnbebauung im gesamten Gebiet. Dies wiederum hätte einen
Lärmschutzwall erfordert, dessen Kosten anfangs zu niedrig angesetzt wurden.
Diese Kosten wurden von Seiten der CSU in Frage gestellt und unser Kollege
Dr. Georg Bruckmeir gab bereits frühzeitig eine doppelt so hohe aber, wie
sich dann herausstellte, sehr präzise Kostenschätzung ab. Auch der
technische und finanzielle Aufwand für die Abwasserbeseitigung wurde von uns
CSU-Gemeinderäten hinterfragt und konnte nicht mehr abschließend geklärt
werden. Denn nach ca. 18 Monaten der Planungen, Gespräche, Debatten und auch
einigen Rechnungen hat ein wichtiger Grundstücksbesitzer erklärt, er werde
seine Flächen nicht mehr verkaufen.
Da der Bedarf nach weiteren Wohnflächen im Gemeinderat unstrittig ist, wird
nun an die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebietes zwischen Heuweg und
Bahnhofstraße gedacht. Allerdings fehlt hier ebenfalls noch die Zusage
aller Grundstücksbesitzer.
Nur langsam vorwärts geht es auch mit der angedachten Erweiterung des
bestehenden Gewerbegebietes nach Westen. Immerhin konnten hier die
Einwendungen des Denkmalschutzes durch Probeschürfungen ausgeräumt werden.
Probleme gab es ferner mit der neuen Wasserversorgung. Hier führten
Lieferantenfehler bei Brunnenhaus, Pumpe und Elektroinstallation zu
Verzögerungen. Inzwischen fehlt nur noch die Betriebserlaubnis von
Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt.
Sehr bedauert wird von uns CSU-Gemeinderäten, dass trotz unseres häufigen
Nachhakens einige Projekte im Gemeindegebiet auch dieses Jahr nicht
verwirklicht oder auch nur angegangen wurden. Wir nennen hier Geräte und
Sanierung für die Spielplätze in Horgauergreut und Auerbach, die
Verlängerung der Badgasse, die Fortsetzung der Sanierung der Abwasserkanäle,
die Blechverkleidung des Sportheimes und der neue Flächennutzungsplan der
Gemeinde. Für all diese Aufgaben wurden die nötigen Geldmittel, teilweise
seit Jahren, im Haushalt bereitgestellt.
Doch nun zu erfreulicherem: Denn sehr gefragt ist inzwischen die
Kindergrippe des Kindergartens und die notwendigen Umbaumaßnahmen im Gebäude
konnten durchgeführt werden. Dies beinhaltet auch den Umzug der gut
besuchten Mittagsbetreuung in die Kellerräume. Diese Zimmer wurden schön,
funktionell und energetisch saniert. Sie werden von den Kindern sehr gerne
angenommen, wie anlässlich der Einweihung im Oktober zu sehen war. Nun muss
„nur“ noch das Brandschutzkonzept mit einer weiteren Fluchttreppe im Osten
umgesetzt werden.
An kleineren Baumaßnahmen bzw. Ausgaben nennen wir an dieser Stelle die
Schallschutzdecken in der Grundschule, eine neue Spülmaschine für das
Geschirrmobil und den Dirt-Bike-Platz an der B 10. Dieser wurde vom
Jugendrat vorgeschlagen und mit geringem Aufwand verwirklicht. Deshalb unser
Dank an die verantwortlichen Jugendlichen, sowie auch den rührigen
Seniorenbeirat für Einsatz, Idealismus, Ideen und Vorschläge.
Fortschritte gab es auch bei der Dorferneuerung. In der Vorbereitungsphase
wurde im letzten Jahr in vier – vom Gemeinderat unabhängigen –
Arbeitskreisen für unsere Gemeinde das Leitbild Horgau 2010 entwickelt.
Damit konnte der Gemeinderat im Frühjahr 2011 die förmliche Anordnung
beantragen. Allerdings sprach dann das Amt für Ländliche Entwicklung die
Empfehlung aus, Auerbach aus dem Verfahren herauszunehmen. Die förmliche
Anordnung der Dorferneuerung für die Ortsteile Horgau und Horgauergreut
wurde uns für Anfang 2012 in Aussicht gestellt. Die Fördersumme für die
Gemeinde Horgau dürfte sich auf 1,25 Mio. Euro belaufen. Für Auerbach
erinnern wir CSU-Gemeinderäte an das Versprechen, dass die Gemeinde Horgau
trotzdem versuchen möchte, die bisher erarbeiteten Maßnahmen für den
Ortsteil Auerbach umzusetzen.
Einer unserer Leitsätze für das neue Jahr 2012 wird sein:
„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“
Und so wollen wir alle 2011 nicht erledigten Maßnahmen tatkräftig und
hartnäckig anschieben. Auch zahlreiche neue Projekte gilt es weiter voran zu
bringen. Wir nennen hier nur Highspeed-Internet für Auerbach, Bieselbach und
die Schlossstrasse, den Anbau für das Feuerwehrhaus in Auerbach, die
Fortsetzung der Flussallianz Roth und Fahrzeuge für den Bauhof und Feuerwehr
Horgau.
Zum Ende des Jahres danken wir für das entgegen- gebrachte Vertrauen. Wir
wünschen Ihnen allen
ein gesegnetes Weihnachtsfest,
sowie Gesundheit, Glück und Erfolg im
Neuen Jahr
Ihre CSU-Gemeinderäte
Ulrich Mayr
Mathilde Wehrle
Anton Kraus
Dr.
Georg Bruckmeir |
|